Wenn es um Fernsehauflösungen geht, sind viele Kunden wegen der zahlreichen Bezeichnungen verunsichert. 4K und UHD werden zum Beispiel meist parallel genannt. HD und HD-Ready sorgen ebenfalls für Verwirrung.

Nachfolgend sollen die verschiedenen Auflösungen näher betrachtet werden, damit Sie beim Kauf eines neuen Fernsehers von Anfang an auf der sicheren Seite sind.

Die SD Auflösung

SD Qualität steht für die Standard Definition. Die Auflösung liegt bei 720 x 575 Pixel, wobei das Bild im Format 16:9 wiedergegeben wird. Das 4:3-Bildverhältnis ist dagegen nur noch sehr selten anzutreffen. Die SD Auflösung wird als Fernsehsignal über Kabel und Satellit angeboten, soweit diese nicht schon mit einer höheren Auflösung übertragen. Übrigens erreichen die legendären DVDs ebenfalls eine SD Auflösung. Die 720p Auflösung stellt heute ein absolutes Minimum dar.

Die HD Ready Auflösung

Zur ersten HD Auflösung gehören Fernseher, die mit dem Label HD Ready gekennzeichnet sind. Diese Fernseher erreichen eine Bildauflösung von etwa 1.280 x 720 Pixeln. Voraussetzung ist natürlich, dass auch die Sender in HD ausstrahlen. Zu beachten ist, dass diese Fernseher zwar HD-Inhalte darstellen können, diese jedoch weniger gut geeignet sind, um einen Streaminginhalt oder eine BluRay anzuschauen. Diese werden heute mit einer echten HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln angeboten. Hieran kommen die Fernseher der ersten HD-Generation nicht heran. Das Bildformat beträgt wieder 16:9.

Die Full HD Auflösung

Falls Sie über einen Streamingdienst einen Blockbuster herunterladen möchten, sollte Ihr Fernseher über eine Full HD Auflösung verfügen. Diese liegt bei 1.920 x 1.080 Pixel.

Full HD übersteigt somit die vorgenannten Auflösungen.

Je nach Hersteller finden Sie hier auch die Full HD Pixel Bezeichnungen 1.080i bzw. 1.080p. Ein Full HD Fernseher gibt das Bild ebenfalls im Format 16:9 wieder. Die meisten modernen Flachbildfernseher unterstützten diese Auflösung. Damit lassen sich problemlos die gängigsten Serien und Filme der Fernsehsender darstellen.

Die 4K / UHD-1 Auflösung

Zu den beliebtesten Fernsehern gehören die Modelle mit einer 4K TV Auflösung. Sowohl UHD-1 als auch 4K werden mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel angegeben. Eigentlich verfügt 4K über eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixel. Im Fernsehsektor wird jedoch allgemein von der erstgenannten Auflösung ausgegangen. Das Seitenverhältnis liegt bei 16:9. Es werden hier bis zu 120 Bilder pro Sekunde wiedergegeben. Die 4K Auflösung Pixel sind somit auch gleichbedeutend mit der UHD-1-Auflösung. In heutiger Zeit sollten Sie unbedingt einen Flachbildfernseher mit 4K Format in die engere Wahl ziehen.

Die 8K / UHD-2 Auflösung

Die 8K Auflösung ist bereits japanischer Standard und bietet die best bekannte Auflösung bei einem TV-Gerät.

Die 8K Auflösung wird auch als UHD-2 bezeichnet. Es handelt sich um den nächsten Schritt beim Kampf um die beste Auflösung. Diese liegt bei 7.680 x 4.320 Pixel und unterstützt ebenfalls das Bildformat 16:9. In Japan ist diese Auflösung mittlerweile unter der Bezeichnung Super Hi-Vision System als neuer Standard definiert. Schon jetzt strahlen die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in dieser beeindruckenden Qualität aus.

Welche Auflösung sollte Ihr Fernseher haben?

Die Faustformel bei der Auflösung lautet: Je größer die Bildschirmdiagonale desto höher sollte die Bildauflösung des TV’s sein.

Beachten Sie, dass ein Fernseher mit einer geringeren Auflösung ein unschärferes Bild bietet. Letztlich hängt jedoch die Auflösung in erster Linie vom persönlichen Anspruch und vom Nutzungsverhalten ab. Die Auflösung Ihres Fernsehers wird durch eine Anordnung horizontaler und vertikaler Bildpunkte gebildet. So verfügt ein 4K Modell horizontal über 3.840 Pixel und vertikal über 2.160 Pixel.

In erster Linie wünschen Sie sich wahrscheinlich ein Modell mit der höchsten Auflösung. Jedenfalls bieten die aktuellen Top-Modelle eine gute UHD-1- oder 4K-Auflösung. Wichtig ist jedoch auch die Größe des Fernsehers.

Grundsätzlich sollte die Bildschirmdiagonale mit der Bildauflösung harmonieren.

Dies bedeutet, dass bei einem großen Flachbildfernseher auch aus geringer Entfernung ein überaus scharfes Bild zu erkennen ist. Jedenfalls sollten die einzelnen Pixel bzw. ein störendes Treppenmuster von Bildinhalten vermieden werden.

Der Fernseher für gelegentliche Filmabende

Falls Sie nur selten fernsehen und lediglich hin und wieder eine DVD sich anschauen möchten, dann reicht ein Fernseher mit HD-Auflösung vollkommen aus. Hier können Sie schon recht preisgünstige Geräte mit 42 Zoll Bildschirmdiagonale finden.

Der Fernseher für anspruchsvolle Nutzer

Nutzen Sie regelmäßig Ihren Fernseher für Streaminginhalte, DVDs oder BluRays, dann sollten Sie zu einem Full-HD-Modell greifen. Hier finden Sie auch schon die größeren Modelle mit einer Bildschirmdiagonale von 43 bis 47 Zoll zu attraktiven Preisen. Selbst Videospiele lassen sich hierüber mit guter Auflösung darstellen.

Der Fernseher für Kinofans

Kinofans oder Cineasten möchten ein erstklassiges Filmerlebnis genießen. Aber auch Gamer aktueller Spielekonsolen möchten ihre Blockbuster in optimaler Auflösung erleben. In diesem Fall kommen Sie nicht um einen UHD- bzw. 4K-Fernseher herum. Diese Geräte entsprechend dem Stand der Technik und sind weitgehend zukunftssicher. Mittlerweile werden 4K-Fernseher schon zu recht günstigen Preisen angeboten. Jedoch unterscheiden sich diese Geräte meist im zusätzlichen Ausstattungsumfang. Grundsätzlich kann heute empfohlen werden, dass beim Neukauf eines Fernsehers jeder sich zunächst auf dem Sektor der 4K-Modelle umschauen sollte. Diese können ganz klar als Kaufempfehlung dienen.

Was bedeutet Upscaling?

Immer wieder können Sie in der Produktbeschreibung von modernen 4K- bzw. UHD-Fernsehern die Bezeichnung Upscaling lesen. Obwohl viele einen modernen 4K-Fernseher nutzen, gibt es nach wie vor viele Sender, die lediglich in HD-Auflösung ausstrahlen. Ebenso können normale DVD-Filme nicht eine hohe 4K-Auflösung bieten. Mit Upscaling werden beispielsweise Videos mit geringer Auflösung auf eine höhere Auflösung hochgerechnet. Dabei versuchen 4K-Fernseher die Inhalte in etwa auf das 4K-Niveau anzuheben.

Möchten Sie beispielsweise einen selbst gedrehten Videofilm von DVD auf Ihrem neuen 4K-Fernseher abspielen, dann würden Sie ohne Upscaling einen breiten schwarzen Rand um den Filminhalt sehen. Mit der Upscaling-Funktion wird die geringe DVD-Auflösung auf das 4K-Niveau hochgerechnet und Sie können Ihren Film in voller Bildschirmgröße gestochen scharf wiedergeben.

Beim Upscaling wird folglich ein Bild mit geringerer Auflösung soweit vergrößert, dass es auf den ganzen Bildschirm passt. Dabei kommt es auch auf die Qualität der Bildverarbeitung des Fernsehers an. Ein weiterer Vorteil von Upscaling ist, dass sich nachträglich das Seitenverhältnis verändern lässt. So können vorhandene Bildquellen gestreckt, gezoomt oder vom Format 4:3 in das Format 16:9 gebracht werden.

4K Upscaling und natives 4K

Beim 4K Uspcaling kommt es immer auf die Qualität der Bildquelle an. Eine nachträgliche Hochrechnung eines einfachen SD-Inhaltes in 4K kann auf dem Fernseher über das gesamte Bild etwas unscharf beziehungsweise verwaschen aussehen. Bei einem nativen 4K Inhalt ist dieser bereits in 4K aufgenommen worden, sodass auch die höchste 4K-Auflösung wiedergegeben werden kann.

Was bedeutet HDR?

Hinter der Abkürzung HDR verbirgt sich die Bezeichnung für High Dynamic Range, also ein Bild mit einem besonders hohen Kontrastumfang. Diese Technik stammt eigentlich aus der Fotografie. Um hier besonders eindrucksvolle und kontrastreiche Aufnahmen zu erstellen, werden Bildserien von wenigstens drei Fotos geschossen. Dabei wird das erste Foto überbelichtet, das zweite Foto normal belichtet und das dritte Foto unterbelichtet fotografiert. Mithilfe einer Spezialsoftware oder gleich in der Kamera werden diese Aufnahmen übereinandergelegt. Das hieraus erstellte Foto weist sowohl in den dunkelsten Bildbereichen als auch in den hellsten Bereichen einen optimalen Kontrast auf, sodass hier sämtliche Details genau wiedergegeben werden.

Diese Technik wird nun auch bei modernen 4K-Fernsehern verwendet. Der höhere Bildkontrast entsteht hierbei durch eine Vergrößerung der Helligkeitsspannbreite. Damit lässt sich eine stärkere Tiefenwirkung erzielen. Ein solches Fernsehbild wirkt plastischer. Objekte werden besser schattiert. Für ein solches Ergebnis muss der gesamte Übertragungsweg HDR unterstützen. Hierzu zählen der Fernseher, die Verbindungskabel, der Player und auch der Datenträger. Nicht immer können Fernseher, die mit dem HDR-Label gekennzeichnet sind, auch wirklich die Inhalte in HDR wiedergeben.

Die verschiedenen HDR-Standards

Für HDR gibt es zahlreiche Normungen. Hierzu gehören beispielsweise

  • HLG
  • HDR 10
  • HDR 10+
  • DV

Die vorgenannten Normen unterscheiden sich in Bezug auf die Darstellung der Helligkeits- und Dunkelwerte. Zur einfachsten HDR-Darstellung gehört das HLG-Format. Hier werden keine Informationen übermittelt. Auf einem 4K-Fernseher werden Bilder mit der geringsten HDR-Qualität wiedergegeben.

Bei HDR10 werden gewissen Grundinformationen zu Helligkeits- und Dunkelwerten übermittelt. Allzu viele Helligkeitsnuancen kann HDR 10 auf einem 4K-Fernseher jedoch nicht darstellen. Bei schnellen Szenen profitieren Sie von dieser Technik nicht.

Als dynamisches HDR wird HDR 10+ bezeichnet. Für jede einzelne Szene werden die jeweiligen Kontrastwerte hierbei angepasst. Die Helligkeitsnuancen sind jedoch wieder mit HDR 10 zu vergleichen. Zukünftig wird davon ausgegangen, dass immer häufiger Filmproduktionen auf HDR 10+ umstellen werden, da dieses Filmverfahren ohne größeren Aufwand und auch vielfach kostenfrei umgestellt werden kann.

Ein besonders hochwertiges HDR bietet DV oder Dolby Vision. Es handelt sich ebenfalls um ein dynamisches HDR, welches jedoch über ein breites Spektrum an Helligkeitsnuancen verfügt. Geräte mit DV liegen jedoch im oberen Preissegment und sind daher noch recht teuer. Experten empfehlen moderne 4K-Fernseher, die mindestens HDR 10 oder HDR 10+ beinhalten.

Der optimale Sitzabstand

Beim Kauf eines neuen Fernsehers spielt die Bildschirmdiagonale eine entscheidende Rolle. Viele stellen sich die Frage, ob ein 32 Zoll-Gerät ausreicht oder doch lieber ein größerer Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 40 oder 50 Zoll der richtige ist. Bekanntermaßen geht die Tendenz zu immer größeren Modellen. Bei der Größe sollten Sie sich zudem die Frage stellen, wie weit Sie vom Fernsehgerät entfernt sitzen möchten. Die Bildschirmgröße richtet sich unter anderem auch daran, wie viel Platz im Raum vorhanden ist.

Mit einer Faustformel können Sie den richtigen Sitzabstand berechnen. Von daher sollte der Abstand dem 2,3-fachen der Bildschirmdiagonale entsprechen. Wenn Sie zum Beispiel einen 40-Zoll-Fernseher besitzen, dann sollte der Sitzabstand zwischen 2 und 3 Meter betragen. Bei einem 55-Zoll-Modell sollten es schon zwischen 2,8 und 4,2 Meter sein. Sie können aber auch in anderer Weise rechnen. Wenn Sie zum Beispiel 3 Meter von Ihrem Fernseher entfernt sitzen möchten, dann sollten Sie zu einer Bildschirmdiagonalen zwischen 40 und 55 Zoll greifen.

Nicht immer ist jedoch ein größerer Sitzabstand bei einer großen Bildschirmdiagonale erforderlich. In diesem Fall spielt das eigene Sehvermögen sowie die Bildauflösung eine Rolle. Dies ist auch ganz verständlich. Personen, die schlechter sehen, möchten gerne näher am Fernsehgerät sitzen. Je besser Sie sehen können, umso weiter können Sie vom Fernseher entfernt sitzen.

Natürlich hat auch die Bildschirmauflösung für den Sitzabstand eine Bedeutung. Je mehr Pixel auf der Bildfläche dargestellt werden können, desto höher ist die Bildauflösung. In diesem Fall können Sie auch näher am Fernseher sitzen. Bei einer geringen Auflösung sieht bei geringem Sitzabstand das Fernsehbild verschwommen aus. Hier müssen Sie den Abstand vergrößern. Bei einer hohen Auflösung können Sie auch dicht vor dem Fernseher sitzen.

Zu beachten ist immer das persönliche Sehempfinden. Auch wenn Sie dicht vor einem hochauflösenden Fernseher sitzen, kann es unangenehm sein, aufgrund der großen Bildschirmfläche jedes Mal den Kopf zu drehen, um alles erblicken zu können. In diesem Fall werden Sie freiwillig den Sitzabstand vergrößern. Ab einer Full-HD-Auflösung oder noch besser ab 4K bzw. Ultra-HD können Sie in jeder Form ein erstklassiges Fernsehbild genießen.

Wenn Sie in einem verhältnismäßig kleinen Raum einen riesigen Flachbildfernseher an die Wand hängen, dann muss dieser auf jeden Fall über eine 4K-Auflösung verfügen. Somit können Sie den Abstand entsprechend verringern und erreichen dadurch immer noch ein tolles Filmerlebnis.

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